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Work-Life-Balance: 15 Tipps für mehr Ausgleich

Die vielgerühmte Work-Life-Balance ist überbewertet. In Wahrheit gibt es keine Arbeitszeit und keine Freizeit. Alles was du hast, ist Lebenszeit. Schauen wir uns an, wie du sie gut nutzt.
Work-Life-Balance Tipps

Blog für ambitionierte, unruhige Geister

Ich bin Su Busson: unkonventioneller Business Coach & Human Designerin.
Du bist hier an der richtigen Adresse, wenn du in deine wahre Stärken finden und stressbefreit Großartiges schaffen möchtest.

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Su Busson

Work-Life Balance hat also in erster Linie damit zu tun, dass du deine Lebenszeit gut nutzt. Wie auch immer das aussieht.

Jedenfalls lebst du in deiner „Work-Hälfte“: Dein Herz schlägt, du atmest, du denkst und fühlst. Arbeit ist ein Teil deines Lebens, kein Extra-Ding.
Und falls dein „wahres“ Leben gefühlt nur außerhalb der Arbeit stattfindet, verschwendest du deine wertvolle Lebenszeit – daran wird auch ein bisschen mehr Freizeit nichts ändern.

Wenn wir den Begriff Work-Life Balance wörtlich nehmen, müssten wir die Zeit zwischen Beruf und Freizeit gerecht verteilen. Die Balance liegt bekanntlich bei 50:50. Die meisten Menschen können bei der Idee nur müde lächeln.

Arbeit ist nun einmal nicht nur ein Teil, sondern ein großer Teil des Lebens.

Wie groß dieser Teil bei dir sein darf, ist sehr individuell und abhängig von deiner einzigartigen Anlagen, deinen Werten, deiner Lebensphase, deiner Begeisterung und Leidenschaft für den Job und so weiter. Keiner kann dir sagen, wie viel Privatleben du brauchst, um zufrieden und erfüllt zu sein. Ein gewisses Maß an Ausgleich und weitere Lebenssäulen neben dem Beruf sind allerdings für jeden höchst ratsam.

Von fehlender Work-Life-Balance sprechen wir hier, wenn die persönliche Verteilung gefühlsmäßig nicht mehr passt und die Freizeit zu kurz kommt. Aber woran hakt es und wie lässt sich das Problem lösen?

15 Tipps für eine bessere Work-Life-Balance

In meiner Coaching-Praxis tauchen 3 Gründe am häufigsten auf:

  • Vor lauter Arbeit bleibt nicht genug Zeit fürs Privatleben.
  • Es bleibt nicht genug Energie fürs Privatleben.
  • Es gibt kein Privatleben – der Job ist alles.

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Oft ist es eine Mischung daraus. Je nachdem, wo der Hauptgrund liegt, sind andere Lösungsansätze hilfreich.

Grund Nr.1: Es bleibt nicht genug Zeit für dein Privatleben.

Das Essen bei Freunden, der Theaterabend, der Besuch im Fitnesscenter oder der Urlaub fällt wieder mal ins Wasser, weil du arbeiten musst. Regelmäßig hockst du länger im Büro als geplant. Dein Privatvergnügen hat Nachrang. Aber auch weniger vergnügliche To-dos kommen oft zu kurz: Der Schmutzwäschekorb quillt über. Die Wohnung verstaubt. Der Arztbesuch wird aufgeschoben. Vor lauter Arbeit bleibt keine Zeit für andere Lebensbereiche.

Tipp 1: Weniger ist mehr.

Das Grundübel steckt oft in der Überzeugung, viel und lange arbeiten zu müssen, um viel zu schaffen und zu erreichen. Im Glauben, es ginge einfach nicht anders. Oder in so fatalen Weisheiten wie „Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.“

Später habe ich dann genug Zeit, um all das zu tun, was ich tun möchte. So der Gedanke. Der Haken daran: Später kommt nie.

Es gibt immer irgendeinen Grund, länger zu arbeiten und (noch) mehr zu tun.
Es gibt immer etwas, das du noch tun müsstest, solltest, könntest und nie genug Zeit für alles.

Erinnere dich immer wieder daran: Auf Dauer schaffst du mehr, wenn du weniger tust. Du brauchst Pausen, um effizient und effektiv arbeiten zu können. Niemand hat etwas davon, wenn du viel Zeit arbeitend verbringst und immer leerer und ausgebrannter bist, immer müder und unproduktiver. Geh mit gutem Beispiel voran und zeige, dass mit weniger mehr geht.

Tipp 2: Prioritäten setzen

Um weniger zu arbeiten und trotzdem viel zu schaffen, brauchst du vor allem eines: glasklare Prioritäten. Das Eisenhower-Prinzip hilft, Wichtiges von Unwichtigem, Dringendes von Nicht-Dringendem zu trennen und Überflüssiges zu identifizieren.

Gerade wenn deine Work-Life-Balance zu wünschen übrig lässt, musst du allerdings das Ganze im Auge behalten: nicht nur deine beruflichen Aufgaben, sondern dein Leben. An dem Punkt lohnt es sich, deine Lebensvision und deine Mission zu (er)kennen und klare Werte zu haben. Zu wissen, was dir in deinem Leben wirklich wichtig ist.

Du kannst aber auch kleiner anfangen. Damit, neben deinen beruflichen Aufgaben auch deine privaten To-dos zu priorisieren. Gemeint sind nicht nur deine Verpflichtungen, sondern vor allem auch das, was du in deiner Freizeit tun willst.

  • Welche Aktivitäten, Erlebnisse, Erfahrungen, Highlights oder To-dos brauchst du jetzt für eine bessere Work-Life-Balance?
  • Was fehlt dir derzeit in deiner Freizeit wirklich? Wofür nimmst du dir nie Zeit, obwohl dir das wichtig ist?
  • Was muss neben der Arbeit am Programm stehen, damit du dich ausgeglichener fühlst?

Schreib erst einmal alles auf, was dir dazu einfällt und sortiere dann aus, was dir jetzt und in nächster Zeit am wichtigsten ist.

Tipp 3: Zeit freibekommen

Womit verbringst du deine Zeit? Und womit verschwendest du sie? Hier geht es um Aktivitäten, die dir weder Freude machen, noch gut tun, noch wesentlich sind oder einfach sein müssen.

Falls dir die Antwort schwer fällt, machen dir die Mühe und schreib dir einige Zeit genau auf, was du wann und wie lange tust. Du wirst „Zeitkiller“ finden. Sowohl im Job als auch im Privatleben.

Streiche diese überflüssigen Zeitkiller, um Freiraum für deine definierten Prioritäten zu schaffen.

Tipp 4: Ein fixes Arbeitsende festlegen

Leg dir Anfang der Woche, am Vorabend oder in der Früh desselben Tages fest, wann du spätestens aufhörst, zu arbeiten. Und halte dich so gut es geht daran.

Viele haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie nicht ewig im Büro sitzen, früher Schluss machen als andere, pünktlich den Stift fallen lassen. Wie schaut das denn aus? Was werden die anderen denken=

Denk an deine neue Devise: Weniger ist mehr.

Oder leidest du unter dem klassischen Phänomen? Kaum willst du gehen, kommt irgendetwas dazwischen. Die Aufgabe, die unbedingt noch erledigt gehört. Der Kunde, der noch heute auf eine Antwort wartet. Der Kollege, der dringend Hilfe braucht.

Deaktiviere wenigstens den Autopiloten und entscheide bewusst, ob du tatsächlich länger arbeiten oder dich an deinen Feierabendplan halten willst.

Je klarer du innerlich bist, dass dir deine Freizeit zusteht, dir gut tut, dich besser und produktiver macht, desto seltener wird dir irgendjemand oder irgendetwas einen Strich durch den geplanten Arbeitsschluss machen. Das ist das Gesetz der Resonanz.

Tipp 5: Private Termine vereinbaren

Trag dir Dinge und Aktivitäten, die dir wichtig sind und für die du dir  Zeit nehmen willst, in deinen Kalender ein – und zwar bevor du deine restliche Zeit verplanst. Fixe Termine – auch private Termine – helfen dir, das Wesentliche nicht immer wieder aufzuschieben.

Selbst wenn du einfach nur Zeit für dich selbst haben willst, reserviere dir dafür ein Zeitfenster in deinem Kalender und nimm das Date mit dir selbst so ernst wie jeden anderen wichtigen Termin.

Der Termin-Trick hilft auch beim Arbeitsende. Wenn unmittelbar nach dem geplanten Arbeitsschluss ein Termin im Kalender steht, machst du wesentlich leichter Schluss.

Tipp 6: Nein sagen lernen

Deine Prioritäten – egal ob berufliche oder private –, deine Termine und dein geplantes Arbeitsende kannst du nur einhalten, wenn du zu anderen Dingen Nein sagst. Schwerer noch, zu anderen Menschen Nein sagst. Wenn du damit Probleme hast, hilft dir vielleicht das Buch von Martin Wehrle: Sei einzig, nicht artig!: So sagen Sie nie mehr Ja, wenn Sie Nein sagen wollen (#Partnerlink)

Tipp 7: Qualität statt Quantität

Frust entsteht, wenn du dir zu viel auf einmal vornimmst. Unsere Zeit ist begrenzt, nicht alles ist machbar. Plane lieber weniger und setze dafür auf Qualität. Auch in deiner Freizeit.

Eine halbe Stunde an der frischen Luft laufen oder spazieren zu gehen, ist besser als 2 Stunden im Fitnesscenter einzuplanen und nicht hinzugehen, weil du einfach nicht so viel Zeit erübrigen kannst. Eine Stunde mit deinen Kindern zu spielen und dabei voll präsent zu sein, ist für alle befriedigender als ein ganzer Nachmittag, an dem du mit deinen Gedanken ständig bei der Arbeit bist und alle paar Minuten deine Mails checkst.

Die Qualität scheitert allerdings oft an einem anderen Problem.

Grund Nr.2: Es bleibt nicht genug Energie für dein Privatleben.

Du bist nach der Arbeit regelmäßig völlig gerädert, müde, lustlos oder unentspannt. Du willst nur noch deine Ruhe. Keine Nerven mehr für deine Kinder oder deinen Partner. Keinen Bock mehr, auszugehen oder Freunde zu treffen. Keine Kraft mehr, etwas für deine Fitness zu tun. Oder du raffst dich zu irgendwelchen Aktivitäten auf, bist aber im Kopf noch bei der Arbeit. (Siehe auch Burn-Out Anzeichen)

Natürlich steht es dir zu, einfach nur am Sofa zu sitzen, fernzusehen oder an die Decke zu starren. Aber auf Dauer geht auf diese Weise ein erfülltes Privatleben flöten – tschüss Work-Life-Balance. Schlimmer noch, du tankst nicht auf. Der Erholungsfaktor ist im Tun oftmals höher als im Nichtstun.

Schauen wir uns ein paar einfache Tipps an, wie mehr Energie für dein Privatleben bleibt.

Tipp 8: Mehr kurze Pausen in der Arbeitszeit

Wer durcharbeitet – vielleicht auch noch am Schreibtisch neben der Arbeit sein Mittagessen verschlingt – ohne Pausen zu machen, ist am Abend leicht gerädert. Mach nach spätestens 90 Minuten eine kurze Pause. Und nach drei Stunden eine längere.

Ja, auch wenn irgendjemand deswegen schief schauen könnte. Denk daran: Wer Pausen macht, arbeitet produktiver.

Tipp 9: Bewegung im Büro

Das gilt vor allem, wenn du ständig sitzt oder in einer bestimmten Position verharrst. Steh dazwischen auf, geh herum, lüfte und schnapp ein paar tiefe Atemzüge Frischluft, mach zu Mittag einen kleinen Spaziergang und sei es nur rund um den Häuserblock.

Tipp 10: Ein Übergangsritual schaffen

Nutze ein Übergangsritual. Ein Ritual, mit dem du am Ende deines Arbeitstages den Tag abschließt und bewusst in deine Freizeit hineingehst.

Ich schließe meinen Tag damit ab, abzuhaken, was erledigt ist, und noch mal zu überprüfen oder gegebenenfalls neu zu planen, was morgen dran ist. Damit weiß ich heute schon, womit der nächste Arbeitstag beginnt. Das ist für meinen Kopf beruhigend und hilft mir, nicht ständig an offene To-dos zu denken. Dann klappe ich meinen Computer zu und räume meinen Schreibtisch auf. Das schafft noch mal Ordnung – und äußere Ordnung bringt innere Klarheit.

Vielleicht willst du deinen Nachhauseweg nutzen, um die Arbeit bewusst hinter dir zu lassen. Eine Runde Sport einlegen oder einen kleinen Spaziergang machen. Duschen. Oder einfach dein Gewand wechseln und deine Freizeitklamotten anziehen.

Tipp 11: Eine Verschnaufpause vereinbaren

Wenn du nach Hause kommst und erst einmal ein bisschen Zeit für dich brauchst, bevor deine Liebsten über dich herfallen dürfen, vereinbare eine gewisse Übergangszeit. 15 Minuten, eine halbe Stunden oder sonst eine Zeit, die für alle Beteiligten machbar ist, in der du erst einmal dein Ding machst, ankommst, auflädst oder sonst etwas tust, das dir gut tut.

Und dann bist du erfrischt für deine Liebsten da.

Tipp 12: Etwas Freudvolles einplanen

Wenn nach dem Arbeitsende nur Verpflichtungen auf dich warten, wundere dich nicht, dass du dafür keine Energie mehr hast.

Plane bewusst nach der Arbeit Highlights ein. Irgendetwas, auf das du dich wirklich freust. Du wirst von Haus aus mehr Kraft dafür haben bzw. dich wesentlich leichter aufraffen können trotz Müdigkeit oder Lustlosigkeit aktiv zu werden. Und interessanterweise erwachen dann auch deine Lebensgeister wieder. Spätestens wenn du mittendrin bist.

Tipp 13: Allgemeine Tipps für dein Energieniveau

Noch ein paar Basics, die ich nicht unter den Tisch fallen lassen kann, wenn es um mehr Energie geht: Achte auf ausreichend Schlaf. Trink genug. Iss nährstoffreich und vermeide Junk-Food und Zucker. Mach irgendeine Form von Bewegung oder Sport. Geh raus in die Natur. Atme – tief und voll!

Alles ziemlich banal, ich weiß. Aber wenn du nicht auf die Grundbedürfnisse deines Körpers achtest, darfst du dich nicht über Energiemangel beklagen.

Grund Nr.3: Es gibt kein Privatleben.

Als kleiner Workaholic kenne ich das Problem aus eigener Erfahrung. Vor lauter Arbeit bricht das Privatleben immer mehr auseinander. Keine Zeit für Hobbys. Keine Zeit für Freunde außerhalb des Jobs. Keine Beziehung. Und irgendwann ist nichts mehr da.

Vielleicht hast du aber auch eine Scheidung oder einen Ortswechsel hinter dir und das bisher vorhandene Privatleben hat sich aufgelöst. Neues ist noch nicht in Sicht.

Damit entsteht leicht ein Teufelskreis: Wenn außerhalb des Jobs nichts Interessantes auf dich wartet, arbeitest du eben länger. Mit dieser Strategie wird dein Privatleben allerdings nicht wachsen und gedeihen. Der Ausgleich fehlt.

Phasenweise ist das total in Ordnung. Auf Dauer allerdings ungesund.

Tipp 14: Dein ideales Privatleben

Wenn du dein Privatleben reanimieren oder neu erschaffen musst, hast du einen Vorteil: Alles ist offen. Du kannst wählerisch sein, wie du deine Freizeit gestalten und mit wem du dein Frreizeit verbringen möchtest. Überlegen, experimentieren, ausprobieren.

Erinnere dich daran, was du früher gerne unternommen hast und was dir gut getan hat. Reaktiviere alte Hobbys oder alte Bekannte. Oder lerne etwas Neues.

Schreib dir noch heute einen Termin in deinen Kalender, mit dem du den ersten Schritt zu einem erfüllenden Privatleben setzt (siehe Punkt 5).

Tipp 15: Inspiration holen

„Was möchte ich gerne in meiner Freizeit tun?“, „Was macht mir Spaß?“ „Was könnte ich unternehmen?“

Viele Menschen sprühen bei diesen Fragen nur so vor Ideen und wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Sie haben höchstens das Problem hat, nicht genug Zeit für ALLES zu finden.
Andererseits erlebe ich oft (wirklich oft) Menschen, die ihr Privatleben lange brachliegen haben lassen. Viele stehen dann wie die Kuh vorm Tor, wenn es darum geht ihre Freizeit zu gestalten. Sie haben vergessen, was sie interessiert, ihnen Freude macht, was sie gerne tun (abgesehen von Arbeit vielleicht.)

Nein, du musst in Ihrer Freizeit nichts GROSSARTIGES tun. Ich liebe es zu lesen, Musik zu hören, zu meditieren, Freunde auf einen Café zu treffen. Fertig.

Wenn du mehr willst und/oder dir einfach die Ideen fehlen, findest du im Internet reichlich Inspiration. Ein paar Tipps dazu:

Um nur ein paar Inspirationsquellen zu nennen.

Balance ist nichts Statisches.

Weder das Ausmaß an Freizeit, das du neben deinem Job brauchst, noch die Art und Weise, wie du deine Freizeit verbringst, ist in Stein gemeißelt. Du kannst beides nach deinen Bedürfnissen gestalten. Das gilt auch für  dein Jobleben.

Und vergiss dabei eines nicht: Letztlich geht es nicht darum, was du tust und ob du arbeitest oder freie Zeit hast. Letztlich geht es nur darum, im Hier und Jetzt präsent und glücklich zu sein.

 


 

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Mag, Su Busson

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