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Unglücklich im Job: 6 Faktoren für mehr Erfüllung

Du träumst von einem Job, den du wirklich gerne machst. Von einer Arbeit, die dich erfüllt – zumindest die meiste Zeit. Von einem Beruf, wo deine Stärken gefragt sind. Die Realität sieht leider anders aus?
Unglücklich im Job

Blog für ambitionierte, unruhige Geister

Ich bin Su Busson: Human Design Consultant, Matrix-Coach & psychologische Beraterin.
Du bist hier an der richtigen Adresse, wenn du in deine wahre Stärken finden, stressbefreit dein Bestes leben und entspannt Großartiges schaffen möchtest.

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Su Busson

Du bist schon länger unglücklich und unzufrieden im Job?
Spielst mit dem Gedanken alles hinzuschmeißen oder stehst kurz vor der Kündigung?

Ja, manchmal ist das der richtige Schritt.

Manchmal.

Es lohnt sich vorher innezuhalten und genau hinzuschauen.

Viele Menschen tauschen die Außenwelt aus – wechseln den Job, das Team, den Beruf oder stürzen sich in die Selbstständigkeit – in der Hoffnung, dass dann alles anders wird. Sie dann endlich glücklich sind. Dabei stellen sie nach einiger Zeit frustriert fest, dass sich nicht wirklich etwas verändert hat. Sie nur ein Übel gegen ein anderes getauscht haben.

Wir kreieren unsere Realität von Innen heraus und nehmen uns selbst überallhin mit. Wie heißt es so schön: Erst wenn du dich selbst veränderst, verändert sich alles. Gemeint ist, du musst zu dir kommen und aufwachen, damit es anders wird.

Kein Job der Welt kann dich glücklich machen kann.
Dem Universum sei Dank kannst du in jedem Job glücklich sein  – egal was du tust. Wohlbefinden ist dein Naturzustand.

Das Paradoxe daran: Wenn du das erkennst, wirst es für dich wesentlich leichter, den Job zu erschaffen und zu haben, der dir wirklich Spaß macht, dir entspricht und dich erfüllt. Gut möglich, dass das genau der Job ist, den du gerade machst. Gut möglich, dass das etwas völlig anderes ist.

Nachdem das gesagt ist, wollen wir der Frage nachgehen, woran es krankt.

 


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Warum bist du unglücklich im Job?

Wir sind Menschen und Menschen haben Bedürfnisse. Wenn die nicht erfüllt sind, sind wir unglücklich. Beziehungsweise starten wir manchmal absurde und oft kontraproduktive Versuche, diese Bedürfnisse irgendwie zu erfüllen. Also, was brauchen wir?

6 Faktoren für mehr Erfüllung

1. Sicherheit

Wir haben einen eingebauten Überlebensmechanismus und brauchen das Gefühl, sicher zu sein. Das Gefühl, überleben zu können. Leider ist dieses Sicherheitssystem übersensibel eingestellt, sodass wir uns oft unsicher, gestresst und bedroht fühlen, ohne tatsächlich in Gefahr zu sein.

a. Die Rolle des Geldes

Hier kommt zunächst einmal das liebe Geld ins Spiel. Wir müssen genug verdienen, um unsere Grundbedürfnisse erfüllen zu können; um genug Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf zu haben. Sonst leidet die Zufriedenheit. Solltest du ständig am Existenzminimum leben und nicht wissen, wie du die nächste Miete bezahlst, kann eine Gehaltserhöhung oder ein Job mit höherem Einkommen tatsächlich deinen Glückslevel erhöhen.

Das war‘s aber auch schon.

Unzählige Menschen denken, sie wären glücklicher im Job, wenn sie mehr verdienen würden.

Das ist ein Irrtum!

Sobald deine Grundversorgung sichergestellt ist, kann mehr Geld deinen Glückszustand nicht oder nur kurzfristig erhöhen. Unzählige Studien zeigen, wie schnell wir uns an einen Zustand gewöhnen; auch an mehr Geld. Ja, eine angemessene Bezahlung ist wichtig. Und ja, mit einem besseren Einkommen kannst du dir mehr und teurere Dinge leisten. Nein, du wirst deswegen nicht dauerhaft glücklicher sein und auch nicht mit mehr Freude arbeiten.

Im Gegenteil, viele sind richtig deprimiert, wenn sie feststellen, dass sie eigentlich alles haben und trotzdem unglücklich sind.

Umgekehrt, wenn du im Job glücklich bist, arbeitest du besser und produktiver und die Chance, mehr zu verdienen, steigt. Somit ist es ratsam, nicht dem Geld nachzurennen, in der Hoffnung dann glücklicher zu sein, sondern den Spieß umzudrehen und zuerst zu schauen, wie und wo du glücklich arbeiten kannst.

Mehr Geld macht also nicht glücklicher. Aber es schenkt wenigstens Sicherheit, denken viele.

Das dachte ich auch lange Zeit. Bis ich eines Tages mit einem mehrfachen Millionäre arbeiten durfte, der über seine Existenzängste klagte. Ernsthaft. Da wurde mir eines schlagartig bewusst: Geld schenkt kein inneres Gefühl der Sicherheit. Wenn wir ängstliche, unsichere Gedanken haben, fühlen wir uns auch mit Millionen am Konto ängstlich und unsicher.

Ein weiteres „Sicherheits-Geld-Dilemma“: Du musst eine Familie versorgen, hast einen Kredit laufen oder einfach hohe Lebenskosten und „musst“ deinen Job machen. Du bist zwar unglücklich, aber wenigstens kommt das nötige Geld ins Haus.
In so einem Fall lohnt es sich, andere Möglichkeiten sorgfältig zu überprüfen – Optionen gibt es immer. Sollten die Alternativen nicht besser sein, fang damit an, das Beste aus deinem jetzigen Job zu machen. Erinnere dich: Du kannst glücklich sein, egal was du tust. Und wenn wir glücklich sind, verändern sich in aller Regel auch die äußeren Umstände – oft sogar auf mysteriöse Weise.

Neben dem Geld spielt eine weitere Frage beim Thema Sicherheit eine große Rolle: Wie sicher ist der Arbeitsplatz?

b. Die Sicherheit des Arbeitsplatzes

Vielfach in Unternehmen erlebt, wie Angst und Unzufriedenheit im Job steigt, wenn der Arbeitsplatz unsicher ist. Sei es bei einer Fusion, einem Eigentümerwechsel oder einer Kündigungswelle auf Grund von Sparmaßnahmen oder Automatisierungsprozessen.

Verständlich. Wir Menschen wollen wissen, wie es in Zukunft weiter geht. Ironischerweise wissen wir das in Wahrheit nie. Aber wägen uns doch gerne in einer gefühlten Sicherheit. Kommt die abhanden, fühlen wir uns mies.

Fakt ist: Einen Job auf Lebenszeit – wie ihn unsere Eltern und Großeltern vielfach noch hatten – gibt es kaum noch. Wenn du denkst, dass dein Job sicher sein muss, um glücklich arbeiten zu können, hängt dein Glück an einen seidenen Faden.

Das größte Problem dabei: Angst um den Arbeitsplatz und die damit verbundene Unsicherheit bringt dich aus deiner Mitte und Kraft. Je mehr du deinen Fokus darauf legst, deine Stärken, Talente und Potenziale zu nutzen und dein Bestes zu geben, desto eher wirst du a.) deinen Job behalten oder b.) einen anderen Job finden, der besser passt.

c. Überforderung

Last but not least sind wir unsicher und unglücklich, wenn wir uns überfordert fühlen: ständig unter Stress, eine unbewältigbare To-do-Liste, keine Zeit mehr für ein Privatleben, Leistungsdruck, unkontrollierbare Situationen, widersprüchliche oder unklare Anweisungen, unerwartete Probleme, zu viel oder zu wenig Informationen für Entscheidungen, et cetera.

Äußere Umstände scheinen es unmöglich zu machen, glücklich und entspannt zu arbeiten. Wenn wir allerdings genau hinschauen, können wir erkennen, woher das Gefühl der Überforderung in erste Linie kommt:
von Innen nicht von Außen.

Wir fühlen uns überfordert,

  • wenn wir zu viel auf einmal denken und in Folge versuchen, zu viel auf einmal zu tun.
  • wenn wir denken, wir müssten Dinge unter Kontrolle haben, die wir nicht kontrollieren können und dabei übersehen, was möglich ist und in unserer Macht liegt.
  • wenn wir nicht auf unsere innere Weisheit hören und einfach tun, was wir tun können.

Damit bringen wir uns selbst aus dem Flow und arbeiten suboptimal, wodurch wiederum das Gefühl der Überforderung steigt, die Work-Life-Balance leidet oder sogar Burnout-Anzeichen auftauchen.

Sobald du diesen Mechanismus wirklich durchschaust, wirst du dich wesentlich seltener überfordert fühlen und wesentlich glücklicher und entspannter arbeiten – egal welchen Job du machst.

Achtung! Es gibt einen Unterschied zwischen tatsächlicher Überforderung und dem Gefühl, überfordert zu sein. Wenn du Aufgaben am Tisch hast, die tatsächlich zu viel und nicht bewältigbar sind, braucht es eine andere Lösung – insbesondere eine Entlastung – oder eine Kündigung.

Wenn du dich hingegen mit dem Gefühl der Überforderung nicht auseinandersetzt und nur den Job wechseln, ist die Gefahr groß dich im nächsten Job wieder überfordert zu fühlen oder unterfordert und aus Langeweile unglücklich zu sein. Damit zu Punkt 2.

2. Wachstum & Entwicklung

Der Kopf will Sicherheit und Komfort – die Dinge unter Kontrolle haben, auf der sicheren Seite sein, wissen, was zu tun ist und wie es weitergeht.

Die Seele will Wachstum und Entwicklung – Erfahrungen machen, lernen, Neues ausprobieren, (Un)Mögliches verwirklichen, das eigene Potenzial entfalten.

Das kann Probleme und inneren Stress verursachen.

a. Sicherheit vs. Unsicherheit

Alles, was mit Wachstum und Entwicklung zu tun hat, bringt auf jeden Fall eines mit sich: Unsicherheit. Und für die meisten Menschen ist Unsicherheit alles andere als komfortable.

So wohnen zwei menschliche Bedürfnisse in uns, die in unterschiedliche Richtungen ziehen. Das kann, wenn du dein Berufsleben glücklicher gestalten willst, ausgesprochen unangenehm sein.

In der Praxis schaut das beispielsweise so aus: Du willst längst einen anderen Job machen, denkst aber, der Wechsel wäre finanziell zu unsicher ist. Du träumst von deinem eigenen Business, bremst dich aber selbst aus, weil der Erfolg zu ungewiss ist. Oder banaler, du hast das Bedürfnis mit jemandem – mit einem Mitarbeiter, deinem Chef, deinem Partner – eine wichtige Angelegenheit zu klären, zögerst das Gespräch aber ewig hinaus, weil du unsicher bist, wie der wohl reagieren wird.

Der Wunsch nach Sicherheit siegt häufig – leider oft auf Kosten des Glücks.

Wir brauchen Abwechslung und Ungewissheit. Viele Menschen, die in ewigen Routinen feststecken, leiden unter dem Boreout Syndrom – sie langweilen sich zu Tode. Wir müssen raus aus unserer Komfortzone, um zu wachsen und uns zu entwickeln. Sonst stecken wir fest.

Um glücklich arbeiten zu können, brauchst du ein gesundes Verhältnis zur Unsicherheit. Das wird im Zeitalter von New Work und von agilen Arbeitswelten immer wichtiger, weil wir zunehmend mit Komplexität, Schnelllebigkeit und Unvorhersehbarkeit konfrontiert sind. Je mehr du in deiner Mitte und im Flow bist, desto weniger kann dich das erschüttern.

b. Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten

Die andere Seite der Medaille: Du willst deine Talente nutzen, wachsen und dich entwicklen, Neues lernen und dein volles Potenzial entfalten. Aber leider fehlt es in deinem Job an Möglichkeiten. Schlimmer noch, der Job passt gar nicht zu dir, zu  deinen Stärken, Kompetenzen und Interessen.

Das ist einer der häufigsten Gründe, warum High-Potentials ein Unternehmen verlassen und sich hochmotivierte, engagierte Mitarbeiter entweder selbstständig machen oder in ein Start-up wechseln. Der Weg ist zwar unsicherer und zumindest anfangs schlechter bezahlt, bietet aber mehr Talententfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten als der „sichere“ Job in einem alteingesessenen Unternehmen.

Der Wunsch nach Wachstum und Selbstverwirklichung ist in dir angelegt. Die schöpferische Kraft, die alles Leben steuert, steckt in dir und will zum Ausdruck gebracht werden. Du kommst quasi als Samen mit allen Anlagen in die Welt und hast die Aufgabe, dich zu entwickeln und dein Potenzial zu entfalten. Dein Wesenskern möchte blühen – werden, was du bist. Je besser und passender das (Arbeits-)Umfeld, desto leichter gelingt das.

Solltest du in deinem Job unglücklich sein, weil du das Gefühl hast, festzustecken, (nicht mehr) zu wachsen oder deine Talente und Stärken gar nicht einsetzen zu können, ist die Zeit reif für einen Wechsel.

Bevor du vom Regen in die Traufe kommst, mach dir bewusst, wo deine Stärken und Talente liegen und wie du dich jetzt beruflich weiterentwickeln möchtest. Sehr hilfreich ist in dem Zusammenhang auch eine Matrix-Potenzialanalyse.

c. Autonomie

Eng verbunden mit dem Wunsch nach Wachstum ist der Wunsch, selbstbestimmt und eigenverantwortlich arbeiten zu können. Nicht ständig kontrolliert und beschnitten zu werden. Nicht ständig fremden Vorgaben folgen zu müssen. Eigene Ideen einbringen, eigene Entscheidungen treffen und selbst bestimmen zu dürfen, wann, wo und wie lange gearbeitet wird.

Das Problem trifft nicht nur die „untere Riege“ und das mittlere Management – die klassischen Sandwichpositionen. Auch viele Top-Manager fühlen sich gefangen in einem Korsett an Vorgaben.

Viele Selbstständige starten hochmotiviert ihr eigenes Unternehmen, um frei zu sein und selbstbestimmt zu arbeiten. Fast ebenso viele finden aber leider eines dabei nicht: das ersehnte Gefühl von Freiheit. Manche haben dann ausgerechnet damit zu kämpfen, dass ihnen keiner mehr sagt, was zu tun ist.

Nicht alles, was nach Freiheit klingt, ist tatsächlich mit Freiheit verbunden und so rosig wie es aussieht.

Trotzdem ist ein als ausreichend empfundenes Maß an Autonomie, Entscheidung- und Gestaltungsfreiheit ein wesentlicher Faktor, um glücklich zu arbeiten. Falls es hier hapert, klärst du am besten für dich, welche Freiräume dir wichtig sind und welche nicht, um dann gezielt nach Alternativen suchen zu können.

3. Anerkennung

Neben dem Bedürfnis nach Sicherheit und Wachstum ist noch ein wichtiges Bedürfnis in uns angelegt: der Wunsch nach Anerkennung. Wir wollen uns einzigartig, besonders, gebraucht oder wichtig fühlen. Wir wollen respektvoll und fair behandelt, gesehen, wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Das ist menschlich.

a. Keine Anerkennung

Fehlende Anerkennung ist einer der Hauptgründe, warum Menschen im Job unglücklich sind. Es ist frustrierend, wenn viel Zeit, Energie und Nerven in die Arbeit fließt und kein Feedback, geschweige denn Lob, zurückkommt.

Ehrliche Wertschätzung ist den meisten Menschen wichtiger als ein bisschen mehr Geld aufs Konto. Es macht eben glücklich, gesehen, wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Feedback ist außerdem sehr flow-förderlich.

Als Führungskraft kannst du mit regelmäßigem konstruktiven Feedback und ehrlicher Anerkennung der Leistungen dafür sorgen, dass deine Mitarbeiter lang anhaltende Glücksmomente im Job erleben. Das kann Wunder bewirken. Auch für dich selbst.

Egal in welcher Position du bist und auch wenn du selbst zu kurz kommst: Gib, was du vermisst. Menschen in deinem Arbeitsumfeld Anerkennung zu schenken – egal was von außen kommt –, ist eine Option, die dir immer zur Verfügung steht.

Eine alte Yogi-Weisheit: Das, was du gibst, verwandelt sich in Gold, was du zurückhältst, verwandelt sich in Kohle.

Viele Menschen machen leider den Fehler, der Anerkennung nachzurennen. Sich extra zu bemühen, sich mehr anzustrengen, besonders gut sein zu wollen, sich zu verbiegen. In der Hoffnung, dann endlich die ersehnte Wertschätzung im Job zu bekommen. Wiederum verständlich, funktioniert aber nicht. Auch nicht in einem anderen Job.

Anerkennung bekommen du, wenn du authentisch du selbst bist, in deiner Mitte und Kraft. Erst wenn du dich selbst anerkennst, bekommst dz Anerkennung von Außen. Absurderweise ist es dann gar mehr nicht so wichtig – du fühlst dich ohnehin gut.

Wenn sich dadurch deine Situation nicht verbessert, dürfte ein Wechsel angebracht sein.

b. Die „falsche“ Anerkennung

Damit zu einer weiteren Illusion, der viele anheimfallen: Viele streben, nach Geld, Macht, Status oder Statussymbolen. Nicht aus Jux und Tollerei oder weil es Spaß macht. Vielmehr denken viele  bewusst oder oft unbewusst –, etwas darzustellen zu müssen, um Anerkennung zu bekommen. Sie fühlen sich innerlich wertlos, haben das Gefühl, nicht gut genug zu sein und sich hinter einer Fassade verstecken zu müssen. Gerade im Business. Das ist anstrengend und NICHT erfüllend.

Das Drama bei der Sache: Viele wollen etwas darstellen, um anerkannt zu werden. Und dann fühlen sie sich noch immer wertlos und unerfüllt, weil sie nicht dafür anerkannt werden, wer sie wirklich sind, sondern für das, was sie darstellen.

Mit dieser „Strategie“ stehen wir unserem Glück selbst im Weg; egal welchen Job wir machen, egal in welcher Position wir sind, egal wie viel wir verdienen.

c. Fairness & Respekt

Es hapert in deinem beruflich Umfeld an Fairness und Respekt?
Damit das klar ist: Du hast ein Recht, fair und respektvoll behandelt zu werden.

Dennoch ist es meistens sinnvoll, zuerst zu überprüfen, ob du dich selbst fair und respektvoll behandelst, bevor du versuchst die Außenwelt zu verändern.

Es ist wesentlich effizienter, bei sich selbst anzufangen – falsche Vorstellungen und destruktive Denkmuster zu durchschauen, liebevoll für sich zu sorgen und seinem inneren Navi zu folgen –, dann passt sich die Außenwelt meist von alleine an, und zwar ohne große Dramen. Dein Leben nimmt einfach einen anderen Kurs. Alles, was mit diesem Kurs nicht übereinstimmt, lässt du hinter dir. Geschieht das aus irgendeinem Grund nicht, hast du immer noch die Möglichkeit, im Außen etwas zu verändern.

Achtung: Die umgekehrte Reihenfolge ist ratsam, wenn du gemobbt wirst, Übergriffe stattfinden, du dich ausgebrannt fühlst oder deine Gesundheit sonst wie in Gefahr ist. Bring dich zuerst in Sicherheit, bevor du dich um dich selbst kümmerst.

4. Verbundenheit

In jedem von uns steckt das Bedürfnis nach Verbundenheit mit anderen Menschen. Der Wunsch, Beziehungen zu knüpfen und aufrechtzuerhalten, ist seit Urzeiten in unserer Spezies verankert.

Kein Wunder, dass gute Beziehungen am Arbeitsplatz ein wesentlicher Glücksfaktor im Job sind. Ein positives Arbeitsklima und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit sorgt nicht nur für mehr Spaß, sondern auch für eine bessere Zusammenarbeit, mehr Produktivität und mehr Erfolg.

Ungut, wenn das gute Miteinander fehlt. Und für viele ein entscheidender Grund, den Arbeitsplatz zu wechseln. Manche Menschen sind sogar von Natur aus so angelegt, dass die Beziehungen im Job wichtiger sind, als ihre Arbeitsaufgaben. Mit anderen Worten, wenn das Miteinander passt, sind sie glücklich im Job – weitgehend egal, was sie tun.

a. Die richtigen Menschen, die falschen Aufgaben

Ein Dilemma haben jene, die sich zwar richtig wohlfühlen mit den Menschen, mit denen sie zu tun haben, aber die Aufgaben passen nicht. Wachstum und Entwicklung bleiben auf der Strecke oder gehen in die falsche Richtung.

In solchen Fällen besteht oft die Möglichkeit, den Aufgabenbereich zu wechseln. Wenn nicht, ist abzuwägen, was Priorität hat bzw. wie oder in welcher Form beide Bedürfnisse erfüllt werden können.

b. Die richtigen Aufgaben in einem schlechten Arbeitsklima

Schlechter Teamgeist, chronisches Konkurrenzdenken, ständiges Gegen- statt Miteinander, mühsame Kunden, blödes Gerede bis zu Mobbing. Alles möglich, wenn mehrere Menschen zusammenkommen und zusammenarbeiten müssen.

Traurig, wenn dir der Job an sich Spaß macht und eigentlich genau das Richtige wäre, gäbe es da nicht die disharmonische Arbeitsatmosphäre. In manchen Fällen ist sie wirklich verseucht, in anderen passt sie nur einfach nicht zum eigenen Wesen oder ein Team ist ungünstig zusammengestellt.

Und leider ist es im falschen Klima schwierig bis unmöglich richtig aufzublühen.
Nehmen wir einen Olivenbaum, der wird im kalten Norden eingehen – auch wenn er sich noch so sehr anstrengt.

Ein Jobwechsel könnte also wirklich angebracht sein.

Wenn du allerdings immer wieder Probleme hast mit anderen Menschen, mit Autoritäten oder mit Kunden, schau wiederum zuerst auf dich und dein Sein.

Dich selbst gut zu kennen und zu wissen, wie du tickst und auf andere Menschen wirkst, hilft dir mit anderen besser klarzukommen bzw. dich auch gut abgrenzen zu können. Manche Menschen sind so gestrickt, dass sie besser alleine und selbstbestimmt arbeiten oder eine Partnerschaft oder ein kleines Team ideal ist. (Auch in dem Fall bringt eine Matrix-Potenzialanalyse Klarheit).

c. Ein bestimmter Mensch

Passende Aufgaben, gutes Miteinander, nur ein bestimmter Mensch wirft dich immer wieder aus dem Flow und ist schuld daran, dass du im Job unglücklich bist.

Gratuliere, du hast einen Lehrmeister gefunden. Ein „schwieriger“ Menschen, der bei dir wunde Punkte berührt oder heikle Knöpfe drückt, hilft dir, zu wachsen und heil zu werden – oft indirekt natürlich. Wenn du aus dem „Zug“ aussteigen, ohne dich mit den Themen auseinanderzusetzen, wird dir im nächsten Zug etwas Ähnliches begegnen. Nutz die Chance. Hol dir eventuell Hilfe, um deine Trigger zu lösen und Unterstützung in deinem Heilungsprozess zu haben.

5. Sinn

Was du tust, wie du etwas tust und in welchem Klima und Umfeld du agierst, ist eine Sache.
Eine andere Sache ist dein Warum. Um glücklich zu arbeiten, muss deine Arbeit Sinn haben.

Dein Warum ist dein Zweck, dein Vision, Mission oder Überzeugung. Ein starkes Warum ist der Grund in der Früh gerne aufzustehen und dich auf deinen Arbeitstag zu freuen. Inspiriert und innerlich motiviert zu sein, zu tun, was du eben tust.

a. Dein persönliches Warum

Deine Arbeit muss für dich persönlich sinnvoll sein. Zu deinem persönlichen Warum gehört beispielsweise, dass dir deine Arbeit aus irgendeinem Grund wirklich wichtig ist, du dich weiterentwickelst, der Job deinen Talenten und Fähigkeiten entspricht und/oder dir schlicht und einfach richtig Spaß macht.

Dein Warum hilft dir die richtigen Entscheidungen zu treffen und erfüllt zu arbeiten.

Umgekehrt, ohne Warum wird es zäh. In dem Fall starte damit, dein Warum zu klären. Das wird dir helfen, Klarheit zu gewinnen, ob du noch im richtigen Job bist. Und in Folge dazu führen, dass du entweder in deinem jetzigen Job glücklicher bist oder weißt, wo du hinwillst.

Hilfreich dazu ist das Buch von Simon Sinek: Finde dein Warum (#Partnerlink)

b. Der Sinn des Unternehmens

Neben dem persönlichen Warum ist auch das Warum deines Unternehmens oder Teams von Bedeutung. Vor allem im eigenen Unternehmen ist beides oft eng miteinander verknüpft.

Als Angestellter solltest du die Vision und Mission deines Unternehmens nicht nur kennen (sofern es so etwas überhaupt gibt), sondern dich damit idealerweise auch identifizieren können. Insbesondere als Führungskraft.

Warum arbeitest du und deine Mitarbeiter hier? Was ist das höhere Ziel? Und warum lohnt es sich dem zu folgen?

Solltest du keine Antwort auf diese Fragen haben, brauchst du zumindest ein starkes persönliches Warum oder ein starkes Warum für dein Team und deinen Aufgabenbereich.
Problematisch wird es, wenn auch das fehlt oder der Sinn des Unternehmens im Widerspruch steht zu deinen eigenen Werten oder deinem persönlichen Antrieb.

Den Knoten musst du lösen. Denn wir sind nachweislich glücklicher, wenn wir einer sinnstiftenden Arbeit nachgehen, die mit unseren Werten und der Absicht unserer Seele im Einklang ist.

6. Einen Beitrag leisten

Ein Schlüsselfaktor, um glücklich und erfüllt zu arbeiten, ist das Gefühl, einen Beitrag zu leisten, der über die eigenen Bedürfnisse hinaus geht.

Ob du es glaubst oder nicht, in jedem Menschen ist der Wunsch verwurzelt, etwas beizutragen und die Welt ein Stückchen besser zu machen.
Sei es beispielsweise das Bedürfnis, andere Menschen zu unterstützen, zu inspirieren, zu bestärken oder zu lehren. Sei es der Drang, Dinge zu verbessern oder eine Innovation in die Welt zu bringen. Oder sei es der Wunsch, Gutes oder Sinnvolles zu tun.

Geben ist seliger denn Nehmen. Wer teilt, wird reich. Wenn du einen echten Beitrag leistest, bereicherst du dein Leben. Wie gesagt, es kommt nicht darauf an, was wir bekommen. Es kommt darauf an, wer wir sind; was wir denken, fühlen, sagen und tun; was wir beitragen.

Dieser Faktor wird oft vernachlässigt, wenn es um das Glücksgefühl im Job geht. Der große Vorteil: Du kannst immer einen Beitrag leisten, egal, was du tust, egal, welchen Job du machst, egal, mit wem und wo du arbeitest.

Halte in deiner Arbeit immer wieder inne und frage dich:
Welchen Beitrag kann ich heute leisten?

Und wenn es nur so etwas Banales ist, wie ein Lächeln zu verschenken, einem Kollegen ehrliche Anerkennung zu zollen, jemanden eine kleine Freude zu machen oder zu helfen.

Wenn allerdings der Wunsch mit deiner Arbeit einen wertvollen Beitrag zu leisten eine sehr hohe Priorität hat und das in deinem jetzigen Job nicht möglich ist, kann ein Wechsel durchaus sinnvoll sein. Dann ist eine entscheidende Frage: Welchen Beitrag möchtest du leisten?

Was brauchst du?

Das waren 6 Kern-Bedürfnisse, die wir in uns tragen und die somit eine Rolle spielen, wenn wir glücklich arbeiten wollen. Nicht jedes Bedürfnis ist bei jedem Menschen gleich stark ausgeprägt bzw. verändern sich die Ausprägung und die Wichtigkeit im Laufe des Lebens.

Nimm dir ein wenig Zeit herauszufinden, welche Bedürfnisse in deinem derzeitigen Job erfüllt sind und was dir fehlt. Welche dieser Faktoren sind für dich in deiner Lebensphase wichtig und was kannst du selbst dazu beitragen. Wie kannst du das ein oder andere Bedürfnisse vielleicht auch außerhalb der Arbeit befriedigen – damit der Job nicht alles abdecken muss. Oder was macht einen anderen Job erforderlich bzw. wünscht du dir wirklich von einem neuen Job.

Je klarer du weißt, was du willst und brauchst, desto leichter wirst du den passenden Job finden oder besser gesagt, erschaffen.

 


 

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Anders als üblich.



 

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