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Leistungsdruck bewältigen, ohne härter zu arbeiten

Viele ambitionierte Menschen neigen bei Leistungsdruck dazu, sich (noch) mehr anzustrengen und härter zu arbeiten. Das ist aber oft kontraproduktiv. Es gibt einen anderen Weg.
Leistungsdruck bewältigen

Blog für ambitionierte, unruhige Geister

Ich bin Su Busson: Human Design Consultant, Matrix-Coach & psychologische Beraterin.
Du bist hier an der richtigen Adresse, wenn du in deine wahre Stärken finden, stressbefreit dein Bestes leben und entspannt Großartiges schaffen möchtest.

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Su Busson

Der Leistungsdruck ist oft hoch.

Ohne Fleiß kein Preis.
Auch im Alphabet kommt Anstrengung vor Erfolg.
Erfolg ist 10 Prozent Inspiration und 90Prozent Transpiration

Diese und ähnliche Sprüche kennst du sicherlich.

Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir uns eben anstrengen.
Zusammenreißen. Reinbeißen. Dranbleiben. Aushalten.
Alles geben. Auch wenn es weh tun. Fertig.

Die Frage ist: Stimmt das wirklich oder geht es auch anders?

Leistungsdruck und die Reaktion darauf

Leistungsdruck ist das Gefühl, leisten zu müssen. Und zwar mehr als uns locker von der Hand geht. Mehr, als wir denken, leisten zu können. Mehr, als wir meinen, zu schaffen. Ein unangenehmes, oft sogar bedrohliches Gefühl.

Was tun viele bei Leistungsdruck?

Sie strengen sich (noch) mehr an und arbeiten (noch) härter, in der Hoffnung das unangenehme Druckgefühl loszuwerden. Auch wenn sie dabei eigene Bedürfnisse übergehen, Grenzen überschreiten, körperliche Warnsignale und Burnout-Anzeichen missachten müssen. Auch wenn sie dadurch im Hamsterrad laufen und rennen und rennen und rennen. „Härter und mehr“ ist bei Leistungsdruck aber leider eine schlechte Strategie.

Ich war lange Zeit auch Personal-Trainerin und durfte meine Schützlinge körperlich fit machen und in Form bringen. Sobald mir ein Trainee einen gequälten „Kann-ich-bitte-aufhören“ Blick zuwarf, pflegte ich zu sagen: „Mach weiter. Streng dich an. Erst wenn es anfängt, unangenehm zu werden, wirst du besser.“

Im Coaching – wenn es um weniger Stress, Ängste und Sorgen und um mehr Flow geht – würde ich das nicht sagen. Denn dieser Ansatz ist höchst kontraproduktiv: Sich innerlich unter Druck zu setzen, mehr anzustrengen und härter zu arbeiten, macht dich weder besser noch leistungsfähiger noch wirkungsvoller – und schon gar nicht glücklich. Obwohl das oft behauptet wird.

Die Idee, unter Druck mehr zu leisten

Immer wieder bekomme ich in der Coaching-Praxis zu hören: „Ja, aber unter Druck bin ich besonders produktiv.“ Dahinter steckt ein Denkfehler. Nur, weil zwei Phänomene – nämlich Druck und Produktivität – gleichzeitig auftauchen, heißt das noch lange nicht, dass das eine das andere bedingt.

Regenschirme verursachen keinen Regen; Druck keine Produktivität.

Die Wahrheit ist: Unter Druck sind viele deswegen produktiv, weil sie sich voll fokussieren auf das, was zu tun ist, ganz bei der Sache sind und zu Ablenkungen Nein sagen und dadurch in den Flow kommen. Das geht auch ohne Druck – besser sogar. Nur nutzen die meisten diese hocheffizienten Produktivitätsfaktoren ohne Druck seltener und weniger konsequent.

Falls du also denkst, Druck sei die Ursache deiner Produktivität, solltest du diesen Glaubenssatz überdenken. Zahlreiche Studien zeigen jedenfalls, dass unter Druck und Stress auf Dauer das Leistungsniveau dramatisch sinkt.

Der Leistungsdruck nimmt in der Arbeitswelt zu

Die Anforderungen steigen. Zahlreiche Studien belegen, dass der Zeit- und Leistungsdruck in der Arbeitswelt zunimmt. Wir müssen schneller und effizienter arbeiten, um alles zu schaffen. Und viele haben nebenbei auch noch einen Haushalt und eine Familie zu managen.

Die zunehmenden Burnout Zahlen bestätigen leider, was ich hier gerade predige: Mehr ist nicht mehr. Härter ist nicht besser. Wir brauchen eine andere Lösung, um mit Leistungsdruck umzugehen und gleichzeitig die Produktivität zu steigern. Und zwar ohne dabei auszubrennen.

Wie du mehr schaffst, ohne härter zu arbeiten.

Vor allem bei Leistungsdruck: Erlaub dir, es entspannt anzugehen.
 
Lehn dich zurück, atme durch und erinnere dich daran, dass du nicht ALLES schaffen, nicht alles im Griff haben und nicht alles sofort und selbst erledigen müssen. Es sitzt dir keine Lebensbedrohung im Nacken – auch nicht, wenn es sich so anfühlt.
 
BEVOR du dich in Aktivitäten stürzt, WARTE, bis dir klar ist, was wirklich für dich als Nächstes zu tun ist. Steig aus dem Kampf-oder-Flucht Modus aus und nimm dir Zeit, in dich zu gehen und zu dir zu kommen.
 
Höre mehr auf deine inneren Impulse und tue Schritt für Schritt, was du eben tun kannst. Innerlich stress-befreit schaffst du auf Dauer mehr.
Wie soll das denn bitte gehen, fragst du?

Durchschau dein Kopfkino

Ja, zunehmend kommen hohe Anforderungen von außen auf uns zu.
Ja, das Arbeitspensum ist in der Regel mehr geworden.
Ja, oft wird auch Druck ausgeübt.

Die gute Nachricht: Das Gefühl der Überforderung und das Gefühl leisten, zu müssen, kann die Außenwelt NICHT in dir auslösen.

Fakt ist: Du erlebst nicht die Außenwelt, sondern deine Gedanken in diesem Moment.
Dieses Prinzip ist fixer Teil des Menschseins. Du fühlst dein augenblickliches Denken.

Das heißt, wenn du druckvolle Gedanken hast, fühlst du dich unter Druck. Wenn du überfordernde Gedanken hast, fühlst du dich überfordert. Wenn du stressige Gedanken hast, fühlst du dich gestresst. Ja, das kann sich sehr real anfühlen and ziemlich unangenehm sein. So wie ein schlechter Traum eben.

Bei Leistungsdruck drehen sich die Gedanken üblicherweise ständig darum, was wir alles tun, schaffen, erreichen oder erledigen müssen. Gerade unter Druck neigen wir zu Katastrophen-Szenarien im Kopf. Wir malen uns aus, wie unsere Existenz in Gefahr ist, wir unseren Job verlieren oder sonst etwas Dramatisches passiert, wenn wir nicht schaffen, was wir denken, unbedingt schaffen zu müssen.

Wenn ich das nicht schaffe, dann…

Oft läuft dieses Gedankenkino im Hintergrund – ohne dass wir das bewusst mitbekommen. Wir fühlen uns schlecht und denken, die Außenwelt ist schuld. Dabei machen wir uns selbst Angst, weil wir unseren Gedanken-Fantasien glauben schenken.

Angst ist kein guter Ratgeber. 

Wir sind abgeschnitten von unserer inneren Weisheit. Meinen, jetzt sofort handeln zu müssen. Handeln angstbesetzt statt inspiriert. Dementsprechend sieht das Ergebnis aus. Der Druck wir größer, der Kampf härter, die Angst mehr.

Die zweite gute Nachricht: Du musst den Gedanken, die durch deinen Kopf ziehen, keinen Glauben schenken. Wenn du dich selbst gedanklich ängstigst, stressst und unter Druck setzt, bringst du dich aus dem Flow und schneidest dich von der Intelligenz des Lebens und der universellen Weisheit ab. Das ist das, was sich wirklich ungut anfühlt. Sobald du hingegen erkennst, dass dir dein Kopf ein Schnippchen schlägt und es in Wahrheit nicht um Leben und Tod geht (zumindest in den seltensten Fällen) und nicht einmal um die Außenwelt, KANNST du dich entspannen und die Dinge in aller Ruhe angehen.

Eines nach dem anderen.
So gut es geht.

Ein klarer, ruhiger Kopf kann dir viele Stunden harte Arbeit ersparen.

Du arbeitest entspannt und inspiriert, statt von Angst getrieben zu sein. Du bist im Flow. Ja, möglicherweise musst du Dinge streichen, aber du wirst wissen, was. Möglicherweise musst du viel und lange arbeiten, aber es wird sich völlig anders anfühlen. Im Flow hast du trotz hoher Anforderungen und wenig Zeit kein Gefühl von Druck. Du leistest, ohne auszubrennen. Die Arbeit fühlt sich weitgehend mühelos an.

Das ist eine völlig andere Art zu SEIN und zu arbeiten.

Steig bei Leistungsdruck runter vom Gas

Statt unter Leistungsdruck automatisch aufs Gas zu steigen und härter zu arbeiten, kümmere dich zuerst um deinen inneren Zustand. Experimentier– soweit das in der Praxis machbar und möglich ist – damit beispielsweise:

  • ein paar Minuten die Füße hochzulegen und tief durchzuatmen
  • zu meditieren oder sich einfach mal alles von der Seele zu schreiben
  • sich zu erden
  • ein gutes Buch oder einen interessanten Artikel zu lesen
  • einen inspirierend TED-Talk anzuschauen
  • in der Natur spazieren zu gehen, zu joggen oder Yoga zu machen.
  • Musik zu hören, zu singen oder zu tanzen
  • zu lachen oder zumindest zu lächeln
  • jemanden eine Freude zu machen
  • mit einem netten Kollegen/In Mittagessen zu gehen
  • Freunde zu treffen
  • kalt zu duschen, ein warmes Schaumbad zu nehmen oder sich massieren zu lassen

Komme ZUERST zu dir

Das sind nur ein paar Ideen. Du weißt, worum es geht und wirst deine eigenen Mittel und Wege finden, zuerst zu dir zu kommen. Bei Druck nicht sofort loszulegen, scheint allerdings oft völlig kontraproduktiv zu sein. Die große Herausforderung ist bei Leistungsdruck, zunächst einmal die innere Bremse zu ziehen. Erinnere dich daran, dass weniger mehr ist. Dass angstbesetztes Handeln kontraproduktiv ist. Und sich die Dinge auf die richtige Weise entwickeln, auch wenn es gerade nicht so aussieht. Oder wie es auf Englisch so schön heißt:

Life isn’t happening to you. Life is happening for you.

Wenn du dich innerlich entspannst und im Kopf loslässt, wirst du deine innere Weisheit hören. Du wirst wissen, was für dich jetzt wirklich zu tun ist und wo und wie du am besten ansetzt. Und dann tust du einfach, was zu tun ist. So gut es geht.

Interessanterweise erledigen sich dann sogar manche Dinge auf wundersame Weise von allein.


 

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stressbefreit - StressbewältigungGo for flow!

Mag. Su Busson

Mag. Su Busson
Matrix-Coaching, psychologische Beratung & Biohacking,
um stressbefreit dein Bestes zu leben und Großartiges zu schaffen

Dieser Blog-Text enthält Auszüge aus meinem neuesten Buch: stressbefreit © 2019 by Orac/Verlag Kremayr & Scheriau GmbH & Co KG, Wien

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Anders als üblich.



 

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